“Communication: the thing humans forgot when we invented words.” – Richard Branson

CTO of #Microsoft Kevin Scotta and CEO of #OpenAI Sam Altman showed us the way, how artificial intelligence may solve problems in the future.
In this demo, you just describe in your own words, what problem should your code solve, and OpenAI generates python code for you. If you are not happy with the result, you just can adjust and specify the comment.

They used thousands of free #github repositories to train their model "OpenAI GPT-3" on a supercomputer from Microsoft

OpenAI GPT-3 generating text and code

"OpenAI GPT-3" is specialized in writing texts such as writing poems from given start sentences, answering questions, translating texts, or solving examples.

It seems to be just a matter of time, that those algorithms will be able to work with such levels of abstraction, to be able to solve complex problems and create real programs or even other algorithms.

Um zu wissen, ab welcher Niederschlagsmenge ein Bachlauf ausufert, müssen aus den Niederschlagswerten die Abflussmengen abgeleitet werden. Gleiche Niederschlagsmengen können dabei eine erheblich unterschiedliche Abflusscharakteristik zur Folge haben (Schlenkhoff und Oertel, 2009). Der Prozess, bei dem aus Niederschlag der Abfluss entsteht, wird als Abflussbildung bezeichnet.

Schema der Abflussbilanz - Abflussbildung ist ein Teil eines komplexen Systems. Diese Prozesse können mit Fachsoftware abgebildet werden. (Quelle: www.lfu.bayern.de)

Die Abflussbildung setzt sich aus verschiedenen hydrologischen Prozessen zusammen, die sich auf der Landfläche abspielen: Interzeption (Zurückhalten auf der Oberfläche, in der Vegetation etc.), Verdunstung, Infiltration (Eindringen in den Boden), Schneeschmelze und Speicherung. Zum Abfluss wird der Anteil an Niederschlagswasser, welcher weder verdunstet, noch von der Vegetation zurückgehalten oder vom Boden aufgenommen wird. Dabei können geomorphologische, klimatische und anthropogene Faktoren die Abflussbildung in dessen zeitlicher Intensitätsverteilung beeinflussen.

Diesen Zusammenhang kann man empirisch bestimmen oder mithilfe von Abflussmodellen beschreiben. Als Ergebnis solcher Modellierung erhält man die Abflusshöhe, die bei entsprechender Niederschlagsintensität zu erwarten ist. Solcher Zusammenhang kann sowohl aus physikalischen Zusammenhängen durch ein Modell beschrieben (deterministischer Ansatz) oder durch eine statistische Auswertung (stochastischer Ansatz) gewonnen werden.

stochastische Modelle für Abflussbildung

Bei stochastischen Modellen wird unmittelbar aus Niederschlagsdaten der Abfluss abgeleitet. Dafür werden auf der Grundlage historischer Ereignisse die Wahrscheinlichkeitsverteilungen gebildet. Wenzel (2004) stellt fest, dass bei einem Einzugsgebiet von unter 15 km2 stochastische Abflussmodelle mit hohen Unsicherheiten verbunden sind und der DVWK (1982) führt an, dass stochastische Modelle sich allgemein nicht zur Darstellung der hydrologischen Vorgänge in kleinen Einzugsgebieten eignen.

Deterministische hydrologische Modelle

Deterministische hydrologische Modelle stellen eine mathematische Korrelation zwischen der Abflussmenge und den zugehörigen Einflussparameter dar. Sind diese Parameter bekannt, spricht man von einem detaillierten Modell, wobei wie auch bei Klimamodellen, nur ein repräsentativer Ausschnitt realer Prozessen modelliert wird, ohne das System selbst abzubilden (Ostrowski u. a., 2011).

Abflussbildung im Wald - ein Teil des Wasserkreilaufes

Bei der Modellierung des Abflusses aus Niederschlag gibt es eine Vielzahl von Einflussfaktoren, die die Abflussmenge bestimmen. Darunter maßgebend sind Bodenparameter (z. B. Bodenfeuchtigkeit und Wasserkapazität des Bodens, Infiltrationskapazität des Bodens, Bodenpermeabilität, vertikales Bodenprofil), Eigenschaften des Einzugsgebiets (z. B. Größe und Form, Steigung, Rauheit der Oberflächen, Stromdichte, Flächennutzung) und weitere Faktoren wie zum Beispiel die Jahreszeit. In der Praxis können nicht alle Parameter in einem Modell vollständig berücksichtigt werden, sodass nur bestimmte maßgebende Einflussgrößen abgebildet werden. Wenn ein Niederschlag-Abfluss-Modell für das Einzugsgebiet erstellt ist, kann die Verbindung zwischen dem Niederschlag und dem Abfluss für die Bewertung der Gefahr und der möglichen Ausuferungen verwendet werden.

Ein bekanntes Software in Deutschland dafür ist z.B. NASIM:

Charakteristik der Starkregenüberflutungen

Ähnlich wie beim Begriff Starkniederschlag werden auch unter dem Begriff Starkregenüberflutung mehrere Phänomene verbunden. Scene (2013) unterscheidet Überschwemmungen, die durch Starkniederschläge verursacht werden nach der Ursache in vier Kategorien:

Das Gemeinsame bei allen Formen der Überflutungen aus Starkniederschlägen für diese Kategorien formuliert Scene (2013) wie folgt:

Im urbanen Raum sind zwei Überflutungsmuster aus Starkniederschlägen besonders deutlich, die sich vor allem in ihrer Strömungs- und Abfluss-Charakteristik unterschieden (Castro et al., 2008).

Das eine Muster ist eine Folge von großen Niederschlagsmengen in relativ langen Zeiträumen, häufig auch als Platzregen bezeichnet, die zum plötzlichen Ausufern der Bachläufe führen. Nachdem die Bodensättigung erreicht ist, erhöht sich die Intensität der Abflussbildung. Abhängig von der Bemessung, kann die städtische Infrastruktur bzw. das Kanalnetz auch große Niederschlagsmengen über lange Zeit bei mäßiger Intensität effizient abtransportieren. Kleine Flüsse und Bäche haben allerdings eine geringe Aufnahmekapazität, bis sie ausufern. In solchen Fällen ist ein Monitoring der Bachläufe ein Weg, um eine (Vor-) Warnung zu ermöglichen.

Von anderer Art sind kurze und sehr intensive Regenereignisse, die in einem kleinen Einzugsgebiet zu starken, schnell abfließenden Wasserströmen führen können. Häufig wird dieses Phänomen als Sturzflut bezeichnet, wobei auch dieser Begriff mit etwas unterschiedlichen Bedeutungen belegt wird. Im deutschsprachigen Raum bezieht sich der Begriff Sturzflut auf kleinste Einzugsgebiete von 10 bis etwa 100 km2, während im englischen Sprachraum auch schnell abfließende Hochwässer in Gewässern wie z. B. der Wupper noch als „Flash Flood“ bezeichnet werden (Schlenkhoff und Oertel, 2009). Bei solchen Ereignissen entsteht der Schaden meistens durch die Überschreitung der Kanalnetzkapazitäten. Verschlimmert wird dieser Effekt dadurch, dass solche Abflüsse, vor allem bei Regenereignissen im Hügelland bzw. Mittelgebirge, eine hohe zerstörerische Kraft und hohe Transportkapazität haben, wodurch die Durchlässe durch Fremdkörper und Treibgut verstopft werden. So führte im Jahr 2011 in Königswinter eine von dem Abfluss mitgenommene Mülltonne dazu, dass ein sonst unauffälliger Bachdurchlass sich verstopfte und ein Gewerbegebiet überflutete (Groß, 2017). Solche Einzelfälle sind nicht vorhersagbar, der Schaden aus solchen Ereignissen kann aber durch Vorsorge gemindert werden. Im Fall von Königswinter wurde an der betroffenen Stelle ein trapezförmiger Rechen installiert, sodass das Treibgut beim Anströmen auf dem Gitter aufschwimmt, statt den Rechen zu blockieren.

Abfluss Königswinter, Starkregen 2013, Trapezförmiger Rechen
Bacheinlauf an der Kreuzung Bahnhofstraße und Winzerstraße in Königswinter. Vor 2013 (links) und nach dem Starkregen im Jahr 2013 (mittig). Grund des Versagens war die Verstopfung des Rechens durch eine Mülltonne. Um das zukünftig zu verhindern, wurde ein trapezförmiger Rechen installiert (rechts) (Krämer et al., 2015).

Lesen Sie auch über die Entstehung von Starkregenereignissen

Verwendete Quellen:

Eine allgemeingültige internationale Definition gibt es für Starkregenereignisse nicht, da die charakteristischen Niederschlagsmengen sehr von lokalen Bedingungen abhängen. In der gemeinsamen Untersuchung des Climate Service Centers und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. wird im Rahmen der Studie „Starkregenrisiko 2050“ (CSC und GDV, 2012) ausführlich „das Problem einer nicht einheitlichen Definition des Begriffs Starkregen“ thematisiert. Die Autoren stellen fest, dass sowohl in internationalem Gebrauch, wie auch im deutschsprachigen Raum zurzeit verschiedene Definitionen in Gebrauch sind.

Abhängig von der Aufgabenstellung und dem Einsatzzweck werden unterschiedliche Kriterien zur Klassifikation verwendet. So wird der Begriff Starkregen bei meteorologischen Fragenstellungen nach der Regenintensität definiert, während bei der Dimensionierung von Kanälen und Dämmen häufig die Wiederkehrraten verwendet werden.

Hier werden unterschiedliche Definitionsmöglichkeiten abgebildet:

Definition Starkregen über Intensität, statistisch und über die Wiederkehrrate
Definition Starkregen über Intensität, statistisch und über die Wiederkehrrate, nach CSC und GDV (2012).

Definition über Regenintensität bzw. Niederschlagsmenge

In der Meteorologie und in wasserwirtschaftlichen Fragestellungen wird Niederschlag durch die Niederschlagsmenge pro Zeit und Fläche bzw. die Regenintensität beschrieben. Meistens wird für den Zeitbezug eine Stunde gesetzt. Die Dynamik eines Starkregenereignisses kann dadurch nicht vollständig abgebildet werden. Zum Beispiel wird dadurch nicht deutlich, ob die Niederschlagsmenge gleichmäßig über die Stunde verteilt fällt oder ob der Niederschlag deutliche Spitzen aufweist. Goderbauer-Marchne und Sontheimer (2015) merken an, dass solche Niederschlagsspitzen maßgebend die Schadenscharakteristik im städtischen Bereich beeinflussen. Um den zeitlichen Verlauf zu beschrieben, werden kleinere Zeitintervalle wie 5, 10, 20 und 30 Minuten betrachtet. Für diese Intervalle werden die Mengen festgelegt, deren Überschreitung einen Starkniederschlag auszeichnet. Aber auch dabei stellen das Climate Service Center des Helmholz-Zentrums (CSC) und der Gesamtverband der Deut-schen Versicherungswirtschaft (GDV) (CSC und GDV, 2012) verschiedene Angaben und Kriterien fest. So wird für die Niederschlagsdauer unter 30 Minuten oft die Wussow-Formel (a.k.a Starkregen Formel) präferiert und für Regenereignissen über 30 Minuten die Starkregenkriterien nach Schimpf (vgl. Tabelle unten). Außerdem sind fragespezifische Ansätze vertreten, wie die Auswertung der 5-Monats-Perioden (CSC und GDV, 2012).

Hier ist eine praktische Übersicht von Starkregen-Schwellenwerten für Deutschland (1 mm = 1 (l/m²)) (Majewski und Baldauf, 2005):

Zeitintervall Kriterium nach Wussow Kriterium nach Schimpf Starkregen nach DWD Heftiger Starkregen nach DWD
5 min 5,0 mm 7,5 mm 5 mm -
10 min 7,1 mm 9,1 mm 7,1 mm -
20 min 10 mm 10,9 mm 10 mm -
30 min 12,2 mm 12,2 mm - -
1 h 17,1 mm 14,7 mm 17,1 25 mm
2 h 24,0 mm 17,8 mm - -
6 h 42,4 mm 24,0 mm - 35 mm
1 d 84,9 mm 35,0 mm - -

Der DWD definiert für die Warnmeldungen zwei Schwellenwerte für Starkregen:

Gleichzeitig wird im DWD Lexikon der Begriff „starker Regen“ definiert, welcher einem Regen mit 10 mm in 60 Minuten oder 1,7 mm in 10 Minuten entspricht (vgl. 7,1 mm bei DWD Starkregen) (Deutscher Wetterdienst, 2017a).

Solche festen Schwellenwerte geben einen schnellen Überblick und erlauben eine einfache Klassifikation und Auswertung der Ereignisse. Auf der anderen Seite haben diese den Nachteil, dass zwangsläufig die Niederschlagsmengen in verschiedenen Regionen, Klimazonen und Höhenlagen verglichen werden, was nicht immer zu sinnvollen Bewertungen führt (CSC und GDV, 2012).

Stakregen Definition über statistische Verfahren

Statistische Verfahren erlauben eine lokale Betrachtung, indem aus der statistischen Verteilung der Niederschlagsmengen das Perzentil (Hundertstelwert) abgeleitet wird. Dieser statistische Wert beschreibt den letzten Wert einer sortierten Verteilung, der den entsprechenden Anteil aller Messungen übersteigt. Die Regenmenge, die dem 95. Perzentil entspricht, ist kleiner oder gleich 95 % aller gemessenen Werte. Der Median kann somit auch als das fünfzigste Perzentil betrachten werden.

Da bei einem statistischen Ansatz oft starke regionale Unterschiede auftreten, müssen Ergebnisse immer gebietsbezogen betrachtet werden und liefern nur bedingt einen guten Vergleich zwischen verschiedenen Gebieten.

Allerdings können auch hierbei die Ergebnisse durch den gewählten Ansatz stark abweichen, da die verwendeten Zeitreihen für die Perzentile keine einheitliche (Mindest)-Länge der Aufzeichnung vorweisen müssen und sie unterscheiden sich dabei von Autor zu Autor (CSC und GDV, 2012). Ebenfalls ist nicht definiert, welches Perzentil tatsächlich einem extremen Starkregenereignis entspricht. Dabei werden die Niederschläge über dem 90. bis 99. Perzentil als Starkniederschläge klassifiziert (CSC und GDV, 2012).

Starkregen Definition über die Wiederkehrrate

Die Wiederkehrraten stellen eine weitere Möglichkeit der Niederschlagsklassifizierung dar, die vor allem in den Bemessungsaufgaben und politischen Entscheidungen häufig verwendet wird. Die Wiederkehrraten basieren ebenfalls auf historischen Aufzeichnungen, sie beziehen sich im Gegensatz zum Perzentil nicht auf die Überschreitung, sondern auf das statistische Wiederkehrintervall, das aus den bisherigen Messungen hervorgeht. Um flächendeckende Bewertungen zu erhalten, wertet der DWD die historischen Ereignisse aus und stellt sie in abgeleiteten Produkten wie dem KOSTRA-Atlas (Malitz und Ertel, 2010) zur Verfügung. Die Auswertung enthält die Starkniederschlagshöhen in Abhängigkeit von der Dauerstufe und Wiederkehrzeit.

Aber auch innerhalb der Klassifikationen gibt es Abweichungen in der Ausführung der Verfahren, was dazu führt, dass die Ergebnisse zum Teil nicht vergleichbar sind. Die Unterschiede können daran liegen, dass die Autoren sich für eine Unterscheidung zwischen den Sommer- und Wintermonaten entscheiden, die Datensätze unterschiedliche Beobachtungszeiträume haben oder der Flächenbezug bei der Betrachtung von dem Standort einzelner Stationen, einem Stadtgebiet oder einem Einzugsgebiet variiert. Einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse der Bewertung hat dabei auch, ob das Niederschlagsereignis als Blockregen, oder differenzierter in seinem zeitlichen Verlauf betrachtet wird (Volker, 2017).

Im Rahmen der Studie werten CSC und GDV (2012) systematisch die wichtigen Untersuchungen der letzten Jahre aus, die Trends im Bereich Starkregen untersucht haben, und stellen dabei fest, dass die Grundlage der Abgrenzung für die Starkniederschläge in diesen Studien auf verschiedenen Ansätzen basiert (vgl. Error! Reference source not found.).

Die Autoren der Studie merken an, dass solche Unstimmigkeiten in der Methodik, Definitionen und den zugrunde gelegten Schwellenwerten die Vergleichbarkeit der Ergebnisse, die Trendbildung und die Anpassungsmaßnahmen erschweren. Neben diesen Nachteilen führen diese Unstimmigkeiten zu einzelnen Missverständnissen zwischen Behörden und administrativen Verantwortlichen sowie zu Schwierigkeiten in der Interpretation der Warnungen (CSC und GDV, 2012).

Hier ist ein Überblick über die Studien mit Trendanalysen seit 2001 und Definition, die von den Autoren verwendet  wurde  (CSC und GDV, 2012):

Region,  
Autoren,
Jahr
Datensatz Zeitraum Verwendete Definition
Europa, Karagiannidis et al. / 2009 280 Stationen
Tageswerte ohne Sommermonate
1958 - 2000 Ereignis: > 60 mm
Deutschland Grieser &  Beck / 2002 11 Stationen
54 Stationen
1901 - 2000; 1941 - 2000 Extremniederschlag > 99 % - Quantil (Tage, Menge, Intensität)
Deutschland Zolina et al. / 2008 2.000 Stationen 1950 - 2004 95 % Quantil
Deutschland, Schweiz, Frei & Schär / 2001 113 Stationen 1901 - 1994 Wiederkehrperioden 10/30/100/365 Tage
(‚moderat’, ‚intensiv’, ‚stark’, ‚extrem’)
Rheinbecken, Hundecha & Bardossy / 2005 61 Stationen   1958 - 2001 Starkregen: 90 % - Quantil
Potsdam
Kürbis et al. /
2009
Tageswerte der Station Potsdam 1893 - 2005 Gekoppelter Index Intensität und Häufigkeit
Mittel- u. Ostdeutschland, Lupikasza et el. / 2011 18 Stationen 1951 - 2008 8 Indizes für Intensität u. Häufigkeit, basierend
auf 90 % u. 95 % - Perzentil

Die Autoren der Studie fordern schärfere Abgrenzungen in den Definitionen und eine explizite Erwähnung der verwendeten Methoden bei der Erfassung der Verarbeitung der Messdaten und der Bildung von Prognosen (CSC und GDV, 2012).

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen! Nicht nach jedem Starkregen muss eine Starkregenüberflutung erfolgen. Im nächsten Artikel möchte ich erzählen, wie aus dem Regen die Abflüsse entstehen, und wie das modelliert werden kann!

Verwendete Quellen:

Starkregen ist ein sehr komplexes Naturphänomen. Außerdem wird Starkregen unterschiedlich definiert. Das führt dazu, dass es bei diesem Ereignis viele Missverständnisse vorkommen. In disesm Atrikel möchte ich beschreiben, wie es zu einem solchen Ergeignis kommt, was ist meteoroligsche Ursache davon, und welche Definitionen von Starkregen werden verwendet.

Meteorologischer Ausblick in die Entstehung

Starkregenereignisse sind natürliche Phänomene und die Ausprägung eines komplexen Zusammenwirkens vieler Faktoren und Prozesse, die das Wettergeschehen beeinflussen.

Gewaltige Unterschiede in der Zeitskala und der räumlichen Ausdehnung sind die ersten Herausforderungen bei der Beschreibung der einflussnehmenden Prozesse. Der Hauptantrieb der Wetterbildung ist der kontinuierliche Energieausgleich, der auf verschiedenen Zeit- und Raumskalen stattfindet: von kleinräumigen Turbulenzen bis großräumigen Meeresströmungen.

Energieaustausch im Wasser (Bild: Wolfgang Hasselmann)

Viele Prozesse finden parallel statt und stehen in einer Wechselwirkung miteinander.

Typische räumliche und zeitliche Skalen einiger wichtiger Wetterprozesse. Die Kästen zeigen den Skalenbereich, der von globalen (GME) und lokalen (LM) Wettermodellen abgebildet wird (Majewski & Baldauf, 2005)

Die Energie, die mit der Sonneneinstrahlung die Erde erreicht, ist nicht gleichmäßig verteilt und liegt auf der sonnenzugeneigten Seite der Erde in höherer Konzentration vor. Die Ausdehnung der Luft und die Dichteunterschiede in Ozeanen und in der Atmosphäre fördern die Massenzirkulation.

Wasser spielt eine wesentliche Rolle in der Umverteilung dieser Energie. Durch den Wasserkreislauf sind die unterirdischen und oberirdischen Wassermengen mit der Oberfläche verbunden. Dabei besteht eine Vielzahl an Austauschmechanismen, die eine kontinuierliche Aufnahme und Abgabe der Energie ermöglichen.

Watercyclegerman.jpg
Übersicht über die Austauschmechanismen auf unserer Erde 🌏
Von USGS Georgia Water Science Center Illustration by John Evans, Howard Perlman, USGS Translation into German/Übersetzung: Werner Hoffelner, The Federal Environment Agency of Germany/Umweltbundesamt , Link

Die Sonne bringt durch die Einstrahlung das Wasser zum Verdunsten und warme Luft kann diese Feuchtigkeit aufnehmen. Besonders über großen Flächen, wie Ozeanen, werden große Mengen latenter Energie über diesen Weg von Wasser gespeichert. Die Wasserteilchen verteilen sich in der Luft als Dampf und verbreiten sich auf das 1000-fache des bisherigen Volumens in der Atmosphäre aus. Abhängig von dem Breitengrad, kann auf der Höhe von 9 bis 18 Kilometern die kalte Luft kein Wasser mehr transportieren. Die dort gebildeten Wassertropfen und Eiskristalle kollidieren miteinander und bilden Wolken. Nach Abkühlung oder nach dem Erreichen einer kritischen Größe, fallen sie als Niederschlag aus und schließen damit den hydrologischen Kreis. (Majewski und Baldauf, 2005)

Frontaler Regen vs konvektiver Niederschlag bzw. Starkregen

Die Charakteristik des Niederschlags hängt unmittelbar von den Bedingungen bei der Energieumwandlung zwischen diesen einzelnen Prozessen ab. Langsames und großflächiges Abkühlen passiert meistens beim Aufgleiten von Luftmassen an Gebirgszügen oder an einer anderen kälteren Luftfront. Dabei beobachtet man großflächige Niederschläge mit großen Niederschlagsmengen.

Klassischer frontaler Regen (Feser & Sievers, 1996)

Die zweite Form der Starkregenereignisse wird durch konvektive Prozesse verursacht und tritt verstärkt im Sommerhalbjahr auf. Durch einen schnellen Aufstieg von feuchten und warmen Luftmassen können starke lokale Niederschlagsereignisse und Gewitter entstehen (vgl. Abbildung 2 2, rechts). Die Luftteilchen werden beim Aufsteigen abgekühlt und durch starke horizontale oder vertikale Aufwinde aufgehalten. Dadurch wächst der einzelne Tropfen, bis sein Gewicht den Auftrieb übersteigt. Auf dem Weg zum Boden verbindet sich der Tropfen mit anderen und wird dadurch noch schneller und größer, bis es zum Boden fällt. (Frank Kreienkamp et al., 2016)

konvektiver Niederschlag (Klett, 2017)

Majewski und Baldauf (2005) merken an, dass solche lokalen konvektiven Ereignisse sehr schnell entstehen und wachsen oder auch schnell wieder zerfallen können.

Das gesamte Klimasystem strebt dahin, im Gleichgewicht zu stehen. Da der Wasserkreislauf ein wichtiger Ausgleichmechanismus ist, kann die Veränderung einzelner Umweltfaktoren auch Auswirkungen auf die Niederschlagsbildung haben. Ein solcher Zusammenhang besteht zum Beispiel zwischen maximaler Menge an Wasser in der Luft und der Lufttemperatur. Nach der Clausius-Clapeyron-Beziehung erhöht sich die Aufnahmekapazität der Atmosphäre mit jedem Grad Temperaturzunahme um ungefähr 7 %. Dieses Phänomen ist ein Grund dafür, warum die Niederschlagsmenge extremer Niederschläge im Sommer deutlich höher ist als im Winter (Kreienkamp et al., 2016). Aktuelle Studien prognostizieren für die Erhöhung der mittleren Temperatur, dass durchschnittlich mehr Wasser in der Atmosphäre gespeichert wird, was zur Erhöhung der Niederschlagsintensität führen wird (CSC und GDV, 2012).

Neben natürlichen Faktoren können auch anthropogene Faktoren, wie Versiegelung der Flächen, erhöhter Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre, Waldabholzung oder die Zerstörung der oberen Erdschichten, einen Einfluss auf den Wasserkreislauf und indirekt auf die Niederschlagsbildung ausüben (Schlenkhoff und Oertel, 2009).

Im nächsten Artikel beschreibe ich verschiedene Definitionen von Starkregen: Definition von Starkregen

Verwendete Quellen:

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